Zwar besteht die Band BROTHER LOVE KAIN aus Osnabrück an sich noch nicht all zu lange, jedoch haben die ehemaligen MORBUS (Death Metal) Mitglieder Sascha Wotenick (Gitarre & Gesang) und Marius Zöller (Gitarre), sowie Florian Schmidt (Bass) und Michael Sühlmann (Drums) von der Osnabrücker Hardcore-Crew FALLOW mit ihren früheren Bands schon ausgiebig Bühnenerfahrung sammeln können und u.a. so namenhaften Bands wie CROWBAR, EDGE OF SANITY, CANNIBAL CORPSE, MARDUK und HOLY MOSES supportet. Den Sound ihrer jetzigen Combo stilistisch einzuordnen fällt dagegen ungleich schwerer, auch wenn Melodien und Gesang stellenweise recht offensichtlich von GOREFEST zu "Soul Survivor" Zeiten (Fronter Sascha wurde stimmlich nicht ganz zu unrecht schon öfters mit Jan Chris De Koeijer verglichen) und/oder deren niederländischen Landsmännern THRENODY (Death/Doom) beeinflußt wurden und der dezent hardcorige Touch und die unkitschige, düster-melancholische Stimmung der Songs nicht zuletzt an die deutschen brachial-Deathcorer DISBELIEF erinnert. Hier treffen ultratiefe und enorm druckvolle Gitarrenwänden auf eine im positiven Sinne schlichte, aber dennoch extrem effektiv arbeitende Rhythmussektion, die sich zusammen mit dem herrlich rohen und aggressiven Gesang zu einem bösartigen, aber hoch intensiven Slow-Mo-Metal-Bastard vermengen. Die vier Tracks auf dem 2006er Demo "In The End Everything Starts To Begin" sind durch die Bank sehr gut gelungen und mit "Do Not Disturb" haben BROTHER LOVE KAIN sogar einen kleinen Hit in der Hinterhand. Die nett aufgemachte CD-R könnt ihr entweder über die Homepage der Band oder auch direkt unter info@brotherlovekain.de beziehen und wer nicht die Katze im Sack kaufen will, kann die Songs auf www.myspace.com/brotherlovekain schon mal vorab anchecken. Wie bei Demos so üblich gibt's auch hier keine Wertung, auf ein fettes Lob verzichte ich dagegen nicht... mehr davon!!!
Michael Klaassen |