Metal Hammer - Feb 09

Nach dem Vier-Track-Demo IN THE END EVERYTHING STARTS TO BEGIN legen Brother Love Kain nun ihr erstes vollständiges Album vor. Und das hat es in sich: Die elf regulären Songs plus die beiden Bonus-Stücke überzeugen durch ihre ausgewogene Mischung aus Melancholie und Aggression. Brother Love Kain können sowohl wild wüten ('Trace The Twine') als auch in tonnenschwere Depressionen verfallen, ohne dabei unglaubwürdig zu werden. Das liegt nicht nur an der spürbaren Ehrlichkeit, mir der die Vier ihre Songs präsentieren, sondern auch am breiten stilistischen Rahmen der Deutschen. Death Metal steht am einen Ende, apokalyptischer Rock am anderen. Dazwischen liegt Dreck und viel, viel Doom, sodass es nicht vermessen ist, Bands wie Crowbar, Neurosis, Totenmond oder auch Disbelief als Referenzen zu nennen. Doch nicht zuletzt durch den kraftvollen Sound und die Einbindung deutscher Texte gelingt es Brother Love Kain, ihren Liedern einer eigene Identität zu geben. Wer auf spannende Extrem-Musik steht, ist hier richtig.

Petra Schurer